Turnkrimi gegen SuS Stadtlohn endet Unentschieden

Mit einem nicht vorhersehbarem Ergebnis ging der zweite Oberligawettkampf der Saison gegen die altbekannten Turnfreunde des SuS Standlohn mit 21:21 Punkten zu Ende.

Nach dem ersten Wettkampftag war klar, dass dies ein spannender, aber auch schwieriger Auswärtswettkampf werden wird.

Der Start in den Wettkampf war für die SG Paderborn alles andere als glücklich. Durch zwei verpatzte Übungen konnte nur Marc Lemperle Schadenbegrenzung betreiben. Trotz aktueller Rückenproblemen erkämpfte er den Paderbornern 3 Scorepunkte. Das Gerät ging dennoch mit 7:3 Punkte an die bodenstarken Gastgeber.

Auch am Pauschenpferd hatten die Gäste aus Paderborn so ihre Probleme. Durch zwei verturnte Übungen musste man hohe Abzüge in Kauf nehmen. Mit soliden Übungen konnten hier nur Lemperle (1 Scorepunkt) und Tim Renger (2 Scorepunkte) punkten.

Mit einem Zwischenstand von 14:6 für Stadtlohn nach zwei Geräten ging es an die Ringe. An ihrem Paradegerät starteten die Paderborner ihre Aufholjagd.

Thomas Kirchhoff ging zuerst an das Gerät und konnte das Duell mit 2 Scorepunkten für sich entscheiden. Renger legte mit einem Scorepunkt nach. Moritz Brüggemann hielt den stärksten Ringeturner Stadtlohns bestens in Schach und musste mit der zweithöchsten Ringewertung nur einen Scorepunkt abgegeben. Zum Schluss setzte Felix Pott mit 3 Scorepunkte den Strich unter die Ringe. Somit lag das Zwischenergebnis nach den Ringen bei 15:12 für Stadtlohn und der Wettkampf war wieder offener.

Nun hieß es Ruhe bewahren und die folgenden drei Geräte konzentriert anzugehen. Am Sprung begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und beendeten das Gerät mit einem  2:2 Unentschieden.

Es folgte der Barren, eines der stärksten Geräte auf Paderborner Seite. Hier konnten sowohl Kirchhoff als auch Renger mit sehr sauberen Übungen punkten. 2 Scorepunkte gingen an Kirchhoff und 3 an Renger. Jörgens und Pott erturnten in ihren Duellen zwei wichtige Unentschieden gegen die Barrenspezialisten aus Stadtlohn.

Durch dieses starke Geräteergebnis hatten die Paderborner erstmals im Verlaufe des Wettkampfes die Nase hauchdünn mit 19:17 vorne.

Als finales Gerät folgte das Reck. Die Anspannung erreichte seinen Höhepunkt, zumal den Paderbornern bewusst war, dass dies ihr schwächstes Gerät ist. Im ersten Duell mussten die Gäste drei wichtige Scorepunkte an den SuS Stadtlohn abtreten. Auch das zweite Duell ging mit einem Scorepunkt an die Gastgeber. Der Paderborner Turner Lemperle sicherte sich im vorletzten Duell einen wichtigen Punkt für die SG. Bei einem Zwischenstand von 21:20 für Stadtlohn ging es in das alles entscheidende Duell. Die Gastgeber legten mit einer soliden Übung vor. Den Paderbornern blieb nichts anderes übrig alles in die Waagschale zu werfen. Zu dem Zeitpunkt hielt es schon lange niemanden mehr auf seinen Sitz. Die Spannung in der Halle war zum Zerreißen, nur Reller blieb ruhig und gefasst. Er kam gut durch die Übung, jetzt musste nur noch der Abgang gelingen: Strecksalto rückwärts, gestanden! Die Freude war riesig, denn das konnte die Übung des Tages sein. Beide Mannschaften warteten gespannt auf das Ergebnis. Und dann war es amtlich. 1 Scorepunkt ging nach Paderborn. Reller sicherte der SG Paderborn somit das Unentschieden und verhinderte eine Niederlage nach dem verkorksten Wettkampfstart.

Schlussendlich kann man das Wettkampfergebnis als perfekte Teamleistung betrachten, denn jeder einzelne Paderborner hat sich für die Mannschaft geopfert und bis zum Schluss ins Zeug gelegt. „Nur dadurch haben wir uns diesen so wichtigen Wettkampfpunkt ergattern können. Nichtsdestotrotz müssen wir unsere Fehlerquote minimieren“, resümierte Pott.

Schon am kommenden Wochenende geht es auswärts weiter gegen die starke Mannschaft des TSV Kierspe.

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SG Paderborn 2018